Max Pechstein Die Unterhaltung 1920 Expressionismus Figurenbild Szene Malerei
Max Pechstein Die Unterhaltung 1920 Expressionismus Figurenbild Szene Malerei – Mit freundlicher Genehmigung von: lentos / LENTOS Kunstmuseum Linz

Wann: 23.04.2026 - 30.08.2026

Max Pechstein – Abenteuer Expressionismus

Als führende Stimme der Künstlergruppe Brücke prägte Max Pechstein die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts und nahm eine zentrale Rolle innerhalb der deutschen Avantgarde ein. Als erster Expressionist in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen, steht sein Werk exemplarisch für den Durchbruch des deutschen Expressionismus und dessen nachhaltige Wirkung auf die moderne Kunst.

Die Ausstellung ist eine der wichtigsten Präsentationen des Expressionismus in Österreich.

Die Ausstellung im LENTOS Kunstmuseum Linz vereint Schlüsselwerke aus verschiedenen Schaffensphasen und zeichnet die künstlerische Entwicklung Pechsteins präzise nach. Neben den prägenden Jahren in Dresden und Berlin tritt insbesondere die Ostseeküste als bedeutender Arbeits- und Inspirationsort hervor. Bereits 1913 widmete der Kunstsalon von Fritz Gurlitt dem Künstler eine erste große Einzelausstellung in Berlin. Durch die Förderung von Wolfgang Gurlitt entstand zudem jene prägende Reise in die Südsee, deren Eindrücke auf den Palau-Inseln ein idealisiertes Leben im Einklang mit der Natur spiegeln – ein künstlerisches Kapitel, das mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs abrupt endete.

Max Pechstein Abend im Hafen von Leba 1951 Expressionismus Hafen Boote Landschaft
Max Pechstein Bildnis Marta 1949 Expressionismus Frauenporträt Malerei
Max Pechstein Abend im Hafen von Leba 1951 Expressionismus Hafen Boote Landschaft • Max Pechstein Bildnis Marta 1949 Expressionismus Frauenporträt Malerei – Mit freundlicher Genehmigung von: lentos / LENTOS Kunstmuseum Linz

Nach dem Krieg entwickelte Pechstein in Berlin eine neue künstlerische Energie. 1937 wurden im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“ mehr als 500 seiner Werke beschlagnahmt – ein drastischer Einschnitt, der sein Schaffen nachhaltig beeinflusste. In der Nachkriegszeit erfuhr er sowohl Anerkennung als auch kritische Distanz. Zahlreiche Südseemotive entstanden erneut, nun aus der Erinnerung heraus, verdichtet zu einem späten, reflektierten Werkkomplex.

Mehr als 100 Arbeiten sind in dieser Ausstellung erstmals in Österreich zu sehen, darunter eindrucksvolle Ostsee- und Südseelandschaften, die Pechsteins Blick auf Natur, Farbe und Form eindringlich sichtbar machen. Ein besonderer Fokus liegt auf seiner Beziehung zu Wolfgang Gurlitt, dessen Wirken eng mit der Geschichte der Vorgängerinstitution des LENTOS Kunstmuseums Linz verbunden ist.

Kuratiert von Brigitte Reutner-Doneus und gestaltet von Klemen Breitfuss, entsteht eine konzentrierte Schau, die das Werk Max Pechsteins in seiner historischen Dimension und ästhetischen Kraft neu erfahrbar macht. In Kooperation mit dem Institut für Kulturaustausch Tübingen, den Kunstsammlungen Zwickau Max-Pechstein-Museum sowie der Max Pechstein Stiftung wird ein facettenreicher Überblick präsentiert, der die Bedeutung des Künstlers im Kontext der klassischen Moderne eindrucksvoll bestätigt.

Die Ausstellung im LENTOS Kunstmuseum Linz macht die künstlerische Bedeutung Max Pechsteins eindrucksvoll erfahrbar und zeigt, wie der Expressionismus bis heute die Wahrnehmung von Farbe, Form und Figur prägt.

Tags: Hermann Max Pechstein, Expressionismus, Brücke (Künstlergruppe), deutschen Avantgarde, Klassische Moderne, Malerei, Moderne Kunst, Sammlung Gurlitt

Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr, Donnerstag 10–20 Uhr, Montag geschlossen.