Marian Goodman in ihrem New Yorker Zuhause vor Gerhard Richters „Kerze“ (1982), 2018
Marian Goodman in ihrem Zuhause in New York vor Gerhard Richters Kerze (Candle) (1982), 2018. Das Gemälde wurde in der Auktion „Marian’s Richters & 21st Century Evening Sale“ am 20. Mai 2026 bei Christie’s in New York für 35.135.000 US-Dollar versteigert. Foto: Sharon Lockhart / Courtesy of Christie’s. – Mit freundlicher Genehmigung von: christies / Christie's

Was: Presse

Wann: 10.06.2026

Marian Goodman zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des internationalen Kunstmarkts. Im Rahmen der findART-Themenseite „New York“ richtet sich der Blick auf das Vermächtnis einer Galeristin, die über Jahrzehnte hinweg Künstlerkarrieren von Weltrang begleitet und mit ihrer eigenen Sammlung ein außergewöhnliches Zeugnis ihrer Überzeugungen geschaffen hat.

Mit dem Beitrag „Marian Goodman: the measure of conviction, a gallerist’s legacy“ hat Christie’s im Frühjahr 2026 einen seltenen Einblick in das private Umfeld der Galeristin gegeben. Nach ihrem Tod am 22. Januar 2026 rückt nicht nur ihr Wirken als Gründerin einer der bedeutendsten Galerien der Gegenwart in den Mittelpunkt, sondern auch die besondere Beziehung zu den Künstlern, die sie über Jahrzehnte hinweg begleitet hat. Zu ihnen zählt Gerhard Richter, dessen Werke in ihrer Sammlung einen zentralen Platz einnahmen.

Blick in das New Yorker Zuhause von Marian Goodman mit Werken aus ihrer Privatsammlung
Blick in das New Yorker Zuhause von Marian Goodman mit Werken aus ihrer Privatsammlung – Mit freundlicher Genehmigung von: christies / Christie's

Marian Goodman verstand das Sammeln nie als repräsentatives Statussymbol, sondern als Ausdruck einer tiefen persönlichen und intellektuellen Auseinandersetzung mit Kunst. Viele Arbeiten erwarb sie nicht als Händlerin, sondern aus der engen Zusammenarbeit und Freundschaft mit den Künstlern heraus. In ihrem New Yorker Zuhause begegneten sich Werke unterschiedlicher Generationen und Medien auf selbstverständliche Weise – Gemälde, Fotografien, Skulpturen und Arbeiten auf Papier wurden Teil des täglichen Lebens.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Werken von Gerhard Richter. Die jahrzehntelange Verbindung zwischen dem deutschen Künstler und der Galeristin war geprägt von gegenseitigem Vertrauen und einem gemeinsamen Verständnis für die Bedeutung zeitgenössischer Kunst. Fotografien aus dem Jahr 2009 zeigen Marian Goodman und Gerhard Richter beim Rundgang durch eine Ausstellung des Künstlers in New York – Aufnahmen, die heute auch als Dokument einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit gelesen werden können.

Marian Goodman und Gerhard Richter bei einem Rundgang durch eine Ausstellung in New York, 2009. Die langjährige Zusammenarbeit zwischen der Galeristin und dem Künstler zählt zu den prägenden Partnerschaften der internationalen Kunstwelt. Foto: Benrido Photograph © 2026 Gerhard Richter Kunststiftung / Courtesy of Marian Goodman Gallery.
Marian Goodman und Gerhard Richter bei einem Rundgang durch eine Ausstellung in New York, 2009. Die langjährige Zusammenarbeit zwischen der Galeristin und dem Künstler zählt zu den prägenden Partnerschaften der internationalen Kunstwelt. Foto: Benrido Photograph © 2026 Gerhard Richter Kunststiftung / Courtesy of Marian Goodman Gallery. – Mit freundlicher Genehmigung von: christies / Christie's

Christie’s beschreibt Goodmans Zugang zur Kunst als Ausdruck einer konsequenten Haltung. Ihre Sammlung entwickelte sich nicht nach Markttrends oder modischen Strömungen, sondern folgte einer persönlichen Überzeugung und einem nachhaltigen Engagement für die von ihr vertretenen Positionen. Gerade diese Verbindung aus Galerietätigkeit, Sammlungsaufbau und enger Zusammenarbeit mit Künstlern machte sie zu einer der einflussreichsten Akteurinnen der internationalen Kunstwelt.

Mit ihrem Tod stellt sich zugleich die Frage nach dem kulturellen Vermächtnis einer Generation von Galeristen, die den globalen Kunstbetrieb seit den 1970er-Jahren entscheidend geprägt haben. Werke mit der Provenienz „Sammlung Marian Goodman“ dürften künftig nicht nur aus kunsthistorischer Sicht, sondern auch für Museen, Sammler und den internationalen Auktionsmarkt von besonderem Interesse sein. Die aktuelle Diskussion über Goodmans Nachlass und ihre Richter-Werke zeigt, welche nachhaltige Wirkung ihr Wirken bis heute entfaltet.

Gerhard Richter gehört zu den bedeutendsten Blue-Chip-Künstlern der Nachkriegszeit. Der Blick auf Marian Goodmans Sammlung eröffnet zugleich eine neue Perspektive auf sein Werk und verdeutlicht die enge Verbindung zwischen herausragenden Galeristen, bedeutenden Privatsammlungen und der Entwicklung des internationalen Kunstmarktes.

Marian Goodmans Vermächtnis zeigt eindrucksvoll, wie eng Galerien, Sammlungen und Künstlerbiografien miteinander verwoben sind – und warum ihre Geschichte auch künftig ein bedeutendes Kapitel des internationalen Kunstmarkts bleiben wird.

Tags: Marian Goodman, Gerhard Richter, Kunstmarkt, Blue Chip Art, Zeitgenössisc, Kunsthandel, Nachlass, internationale Kunst, Kunstgeschichte, Malerei, Nachkriegskunst, Abstrakte Kunst, Kunstmarkt New York

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