Meier-Denninghoff war die einzige Bildhauerin und Frau, die 1949 zu den Gründungsmitgliedern der… Weiterlesen
Mit der Ausstellung widmet sich das Bröhan-Museum den vielfältigen Stimmen der tschechischen Avantgarde-Bewegung, die die Republik zwischen 1918 und 1938 zu einem Schmelztiegel europäischer Ideen werden ließen. Der Ausruf „Hej rup!” (dtsch: „Auf geht’s!”) steht dabei programmatisch für den Tatendrang, der den neuen Staat in dieser Periode prägte und vielen Menschen – vom Arbeiter bis hin zum Dichter – das Gefühl von Neuerung versprach. Zahlreiche Gruppierungen prägten die vielschichtige und keinesfalls stringente Kulturszene und entwickelten in Architektur und Bildender Kunst, Design, Fotografie, Literatur, Theater und Film visionäre Ideen.
In einer Mischung aus der Suche nach einer eigenen Identität für die neue Republik und dem Dialog mit den künstlerischen und gestalterischen Strömungen vor allem Frankreichs und Deutschlands entwickelte sich die tschechische Avantgarde. In den Zentren Prag und Brünn, aber auch im ostmährischen Zlin kamen Künstler und Gestalter zu ganz eigenen Spitzenleistungen der Avantgarde. Die Kunst ist dabei primär von Frankreich und dem Kubismus und dem Surrealismus beeinflusst, während in Architektur und Design der Blick Richtung deutsche Moderne ging. Einzigartig ist die besonders enge Zusammenarbeit von Literatur, Design, Architektur, Theater, Fotografie, Film und Musik. Dem Schriftsteller, Grafikdesigner, Künstler und Theoretiker Karel Teige kommt dabei die besondere Rolle des Vermittlers zu, der für die tschechische Avantgarde auch den Begriff Poetismus prägte. Mit dem Münchner Abkommen 1938 und der anschließenden Zerschlagung der Tschechoslowakei endete diese Blütezeit abrupt. Viele Kunsttätige, nicht nur jene, die laute Kritik an der nationalsozialistischen Politik geübt hatten, wurden verfolgt und ermordet.
Die Ausstellung im Bröhan-Museum gibt einen Überblick der wichtigsten Strömungen der tschechischen Avantgarde. Ausgehend vom Kubismus und dem Surrealismus über Architektur, Möbeldesign und Fotografie wird die lebendige tschechische Kunst- und Designgeschichte vermittelt. Anhand von über 300 Gemälden, Grafiken, Collagen, Skulpturen und Fotografien, darunter zahlreiche Leihgaben, zeigt die Ausstellung den tschechischen Beitrag zur europäischen Moderne.
Medienpartner: Wall GmbH, rbb Kultur, rbb24 Inforadio, tip, Exberliner, Dinamix
Kooperationspartner Begleitprogramm: Tschechisches Zentrum Berlin
Öffnungszeiten: Di bis So von 10 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen
Eintritt: 8,- €, erm. 5,- €.Tickets können online unter www.broehan-museum.de/service
Meier-Denninghoff war die einzige Bildhauerin und Frau, die 1949 zu den Gründungsmitgliedern der… Weiterlesen
Kaum ein Medium hat unsere Wahrnehmung der Welt so nachhaltig verändert wie die Fotografie. Genau 200 Jahre nach ihren Anfängen richtet CO Berlin mit „200 Years and Counting“ den Blick nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorn: Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Künstliche Intelligenz die Zukunft des fotografischen Bildes verändern wird. Die Ausstellung in Berlin wird damit zum Schauplatz einer internationalen Debatte über eines der prägendsten Medien unserer Zeit.
Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Fotografie veranstaltet CO… Weiterlesen
Bruce Gilden trifft mit „Why These?“ wie ein Blitz ins Gesicht – direkt, unerwartet und ohne Ausweichmöglichkeit. In der Ausstellung bei Fotografiska Berlin verdichtet sich seine Fotografie zu einem kompromisslosen Blick auf Menschen, der weder beschönigt noch erklärt, sondern konfrontiert.
Bruce Gildens Bilder verweigern jede Form von Distanz. Der harte Blitz, das unmittelbare Herangehen, die Nähe zum Motiv – all das erzeugt eine Intensität, die sich nicht abschwächen lässt. Gesichter erscheinen nicht als Oberfläche, sondern als verdichtete… Weiterlesen
Nach über zwei Jahrhunderten ist es gelungen, zwei bislang verschollen geglaubte Tafeln des Maria-Magdalenen-Retabels zurück nach Lübeck zu holen – dorthin, wo sie einst Teil eines der bedeutendsten sakralen Kunstwerke der Stadt waren.
„Mit dieser Erwerbung erweitert das St. Annen-Museum seine Sammlung zugleich um zwei besonders bedeutende Malereien aus dem Œuvre Erhart Altdorfers.“
Eine kunsthistorische Sensation, die nicht nur das St. Annen-Museum,… Weiterlesen
Everall bringt ihre scharfsinnige, furchtlose lyrische Stimme nach Berlin und liest aus ihrem neuesten Gedichtband Venus Without Furs – einer provokanten, feministischen Neuinterpretation von Leopold von Sacher-Masochs berüchtigtem Werk Venus with Furs (dt. Venus im Pelz). In ihrer Fassung, erzählt aus der Perspektive von „Severin als eine Sie“, konfrontiert… Weiterlesen
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