Meier-Denninghoff war die einzige Bildhauerin und Frau, die 1949 zu den Gründungsmitgliedern der… Weiterlesen
Mit der Ausstellung „Die Magie der Glasur. Kunstkeramik aus Dänemark 1910–1980“ lädt das Bröhan Museum ab dem 4. Juli 2025 zu einer sinnlichen und kunsthistorisch bedeutenden Entdeckungsreise ein. Unter der Schirmherrschaft der Königlich Dänischen Botschaft Berlin wird das Werk von Nils Thorsson (1898–1975) und der Steinzeug-Abteilung der Königlichen Porzellanmanufaktur Kopenhagen in den Mittelpunkt gerückt. Die Schau widmet sich darüber hinaus dem kreativen Umfeld Thorssons, darunter prägende Künstler der dänischen Kunstkeramik des 20. Jahrhunderts wie Jais Nielsen, Patrick Nordström und Axel Salto.
Das Herzstück der Ausstellung sind edle Glasuren, die durch das Zusammenspiel von Erde, Feuer und künstlerischer Meisterschaft zu einzigartigen Oberflächen verschmelzen. Präsentiert werden ausgewählte Objekte, die klassische Glasuren wie Seladon, Ochsenblut und Temmoku in ihrer ganzen Tiefe und Leuchtkraft zeigen. Die Glasuren entfalten auf den keramischen Oberflächen eine geradezu magische Wirkung und machen sichtbar, was mit bloßem Ton und Feuer entstehen kann.
Die Schau verdeutlicht, wie sich traditionelle Techniken aus dem klassischen China durch die Visionen und Experimente von Künstlern wie Thorsson wandelten. Ihre Arbeiten offenbaren eine neue Ästhetik – jenseits technischer Präzision. Sie erzählen von einem bewussten Umgang mit Material und Farbe, von Zeit, Geduld und Transformation. In diesem Prozess wurde die Glasur zur künstlerischen Sprache.
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein aufwendig gestaltetes Buchprojekt des Sammlers und Keramikexperten Jörg Schwandt, das die Besucher durch stimmungsvolle Fotografien und poetische Texte in die Tiefe der Materie führt. „Ohne allzu technische Erklärungen führt das Werk durch lebendige Beschreibungen und eindrucksvolle Fotografien an die Magie der Glasur heran.“ So gelingt es, den Blick für das Besondere zu schärfen – für das, was zwischen Lichtbrechung und Farbschichtung sichtbar wird.
Die Ausstellung im Bröhan Museum ist eine Hommage an die dänische Keramikkunst des 20. Jahrhunderts, ein Bekenntnis zur Schönheit des Einfachen, das durch künstlerische Hingabe veredelt wird. Sie verbindet kunsthistorische Tiefe mit sinnlicher Erfahrung und lädt dazu ein, die keramische Oberfläche als künstlerischen Ausdruck neu zu entdecken.
Öffnungszeiten: Di bis So von 10 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen
Eintritt: 8,- €, erm. 5,- €.Tickets können online unter www.broehan-museum.de/service
Meier-Denninghoff war die einzige Bildhauerin und Frau, die 1949 zu den Gründungsmitgliedern der… Weiterlesen
Kaum ein Medium hat unsere Wahrnehmung der Welt so nachhaltig verändert wie die Fotografie. Genau 200 Jahre nach ihren Anfängen richtet CO Berlin mit „200 Years and Counting“ den Blick nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorn: Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Künstliche Intelligenz die Zukunft des fotografischen Bildes verändern wird. Die Ausstellung in Berlin wird damit zum Schauplatz einer internationalen Debatte über eines der prägendsten Medien unserer Zeit.
Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Fotografie veranstaltet CO… Weiterlesen
Bruce Gilden trifft mit „Why These?“ wie ein Blitz ins Gesicht – direkt, unerwartet und ohne Ausweichmöglichkeit. In der Ausstellung bei Fotografiska Berlin verdichtet sich seine Fotografie zu einem kompromisslosen Blick auf Menschen, der weder beschönigt noch erklärt, sondern konfrontiert.
Bruce Gildens Bilder verweigern jede Form von Distanz. Der harte Blitz, das unmittelbare Herangehen, die Nähe zum Motiv – all das erzeugt eine Intensität, die sich nicht abschwächen lässt. Gesichter erscheinen nicht als Oberfläche, sondern als verdichtete… Weiterlesen
Nach über zwei Jahrhunderten ist es gelungen, zwei bislang verschollen geglaubte Tafeln des Maria-Magdalenen-Retabels zurück nach Lübeck zu holen – dorthin, wo sie einst Teil eines der bedeutendsten sakralen Kunstwerke der Stadt waren.
„Mit dieser Erwerbung erweitert das St. Annen-Museum seine Sammlung zugleich um zwei besonders bedeutende Malereien aus dem Œuvre Erhart Altdorfers.“
Eine kunsthistorische Sensation, die nicht nur das St. Annen-Museum,… Weiterlesen
Everall bringt ihre scharfsinnige, furchtlose lyrische Stimme nach Berlin und liest aus ihrem neuesten Gedichtband Venus Without Furs – einer provokanten, feministischen Neuinterpretation von Leopold von Sacher-Masochs berüchtigtem Werk Venus with Furs (dt. Venus im Pelz). In ihrer Fassung, erzählt aus der Perspektive von „Severin als eine Sie“, konfrontiert… Weiterlesen
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