Ausstellungsgrafik „das TIER. und wir“ im Stift Millstatt 2026 mit stilisierten Tiermotiven und typografischem Titel der Ausstellung.
Ausstellungsgrafik „das TIER. und wir“ im Stift Millstatt 2026 mit stilisierten Tiermotiven und typografischem Titel der Ausstellung. – Mit freundlicher Genehmigung von: millstart / millstART in Millstatt am See

Wann: 16.06.2026 - 02.10.2026

das TIER. und wir /animality im Stift Millstatt eröffnet am 16. Juni 2026 den Auftakt einer auf drei Jahre angelegten Ausstellungsreihe, die sich den grundlegenden Beziehungen des Menschen zu seiner Umwelt widmet. Die von Michael Kos kuratierte Schau ist Teil des Programms der Ausstellung Millstatt und versammelt rund 30 Künstler aus sechs Ländern, die das jahrtausendealte Verhältnis zwischen Mensch und Tier aus der Perspektive der zeitgenössischen Kunst neu betrachten.

Die Ausstellung bildet den ersten Teil einer Trilogie, in der mit pointierten künstlerischen Positionen eine Geschichte des Menschen erzählt wird – von Kulturgeschichte und Sozialität, von Gesellschaft und Individuation, von Natur und Ökonomie bis hin zu Fragen von Universalität und Metaphysik. Auf das TIER. und wir folgen die Ausstellungen von MENSCH. zu Mensch sowie vom GROSSEN. und Ganzen, die den thematischen Bogen in den kommenden Jahren weiterführen.

Alois Mosbacher, Ameisenbär auf rosa Donut mit Schnecken und Schlange, Ausstellung „das TIER. und wir“, Stift Millstatt 2026.
Fotografische Arbeit mit einer zusammengerollten Frau, umgeben von zahlreichen Fliegen, Ausstellung „das TIER. und wir“ im Stift Millstatt 2026.
Alois Mosbacher, Ameisenbär auf rosa Donut mit Schnecken und Schlange, Ausstellung „das TIER. und wir“, Stift Millstatt 2026. • Fotografische Arbeit mit einer zusammengerollten Frau, umgeben von zahlreichen Fliegen, Ausstellung „das TIER. und wir“ im Stift Millstatt 2026. – Mit freundlicher Genehmigung von: millstart / millstART in Millstatt am See

Im Mittelpunkt steht das vielschichtige Verhältnis zwischen Mensch und Tier – eine Beziehung, die seit Jahrtausenden von Nähe und Distanz, Faszination und Furcht geprägt ist. Angesichts der Rückkehr von Wildtieren wie Wolf, Bär oder Luchs in weite Teile Europas erhält diese uralte Verbindung neue Aktualität. Die Ausstellung greift diese Ambivalenz auf und untersucht, welche kulturellen, historischen und emotionalen Bedeutungen Tiere bis heute in der Kunst tragen.

Dabei spannt die Schau einen weiten Bogen von den frühesten Tierdarstellungen der Menschheitsgeschichte bis zur Gegenwartskunst. Bereits vor rund 40.000 Jahren wurden Tiere zu Motiven künstlerischer Darstellung. Heute erscheinen sie als Projektionsflächen für Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen ebenso wie als Sinnbilder ökologischer, gesellschaftlicher und philosophischer Fragestellungen.

Gudrun Kampl, bordeauxrotes Wandobjekt mit drei stilisierten Affen und Herzmotiven, Ausstellung „das TIER. und wir“ im Stift Millstatt 2026.
Gudrun Kampl, bordeauxrotes Wandobjekt mit drei stilisierten Affen und Herzmotiven, Ausstellung „das TIER. und wir“ im Stift Millstatt 2026. – Mit freundlicher Genehmigung von: millstart / millstART in Millstatt am See

Die Ausstellung bewegt sich zwischen den beiden Polen „BEAST“ und „BEAUTY“. Einerseits begegnen Besucher der ursprünglichen Vorstellung des wilden, unzähmbaren Tieres als Verkörperung von Kraft und Gefahr. Andererseits rückt die Kunst das Tier als ästhetisches Wesen, als Begleiter des Menschen, als Fabelgestalt, Krafttier oder humorvolle Figur in den Mittelpunkt. Zwischen Mythos, Naturbeobachtung und Popkultur entstehen Bildwelten, die den Menschen stets mitdenken.

Dabei interessiert sich die zeitgenössische Kunst weniger für die anatomische Gestalt des Tieres als für seine kulturellen Bedeutungen. Tiere werden zu Stellvertretern menschlicher Eigenschaften, zu imaginären Mischwesen oder symbolischen Figuren, die Identität, Erinnerung und gesellschaftliche Entwicklungen reflektieren. Gleichzeitig verweist die Ausstellung auf den tiefgreifenden Wandel unserer Umwelt: Aus der historischen Angst vor dem Tier wird zunehmend die Sorge um dessen Überleben. Damit rückt auch die gemeinsame Verantwortung für den Erhalt natürlicher Lebensräume in den Fokus.

Die präsentierten Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Videoarbeiten entfalten eine vielschichtige Erzählung zwischen Ernst und Ironie, Poesie und Gegenwartsbezug. So verbindet das TIER. und wir kunsthistorische Motive mit aktuellen Fragestellungen und eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf das Zusammenleben von Mensch und Tier.

Vertreten sind Birgit Bachmann, Jürgen Ceplak, Astrid Esslinger, Gernot Fischer-Kondratovitch, Uta Heinecke (DE), Ina Hsu, Bardh-Irafet Jonuzi-T, Wil-Ma Kammerer (IT), Gudrun Kampl, Guido Katol, Peter Kogler, Alexandra Kontriner, Ingrid Kowatschitsch, Martin Krammer, Roland Maurmair, Ernst Miesgang, Alois Mosbacher, Kollektiv OchoReSotto, Sabine Ott, Olga Pastekova (SK), Carlos Perez (GTM), Peter Raneburger, Attila Rath Geber (FR), Joachim Röderer (DE), Fritz Russ, Günther und Loredana Selichar (IT), Deborah Sengl, Anna Stangl sowie Erik Tannhäuser (DE).

Mit das TIER. und wir /animality eröffnet das Stift Millstatt eine anspruchsvolle Ausstellungsreihe, die aktuelle Positionen der zeitgenössischen Kunst mit grundlegenden Fragen des Menschseins verbindet und Kärnten 2026 um einen bemerkenswerten kulturellen Impuls bereichert.

Tags: Skulpturen, Videokunst, Malerei, Zeitgenössische Kunst, zeitgenössische Kunst Basel, Zeitgenössische Kunst New York, Tier, Menschen

Täglich von 10:00 – 13:30 Uhr und 14:30 – 18:00 Uhr