Eine der großen Stimmen der spanischen Gegenwartskunst
Geboren 1934 in Sevilla, entwickelte Carmen Laffón früh eine eigenständige künstlerische Handschrift. Sie studierte an der Escuela de Bellas Artes Santa Isabel de Hungría und gehörte später zu den prägenden Persönlichkeiten der spanischen Kunstszene.
Besondere Anerkennung erhielt sie als zweite Frau überhaupt, die als ordentliches Mitglied in die traditionsreiche Real Academia de Bellas Artes de San Fernando in Madrid aufgenommen wurde – eine Auszeichnung, die ihre außergewöhnliche Stellung innerhalb der spanischen Kunstgeschichte unterstreicht.
Obwohl ihre Werke längst in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten sind, blieb Carmen Laffón stets ihrer eigenen künstlerischen Haltung treu. Fernab modischer Strömungen entwickelte sie über Jahrzehnte eine Malerei von bemerkenswerter Konsequenz und stiller Intensität.
Eine Ausstellung wie ein Gespräch mit dem Werk
Die Ausstellung im Thyssen-Bornemisza verzichtet bewusst auf eine rein chronologische Präsentation. Stattdessen gliedert sie sich in neun Themenbereiche, die zentrale Motive ihres Schaffens miteinander verbinden.
Zu sehen sind unter anderem ihre berühmten Darstellungen der Puppe Marcelina, Körbe, Schränke, Stillleben, die Landschaften des Doñana-Nationalparks, Weinberge sowie die Salinen von Sanlúcar de Barrameda.
So entsteht ein Dialog zwischen frühen und späten Werken und zugleich ein eindrucksvoller Einblick in die Entwicklung einer Künstlerin, die ihr Leben lang dieselben Motive immer wieder neu erforschte.