Maria Lassnig, Krieg in Rumänien, 1989, Öl auf Leinwand Foto Neumüller.
Maria Lassnig, Krieg in Rumänien, 1989, Öl auf Leinwand Foto Neumüller. – Mit freundlicher Genehmigung von: kuenstlerhaus / Wiener Künstlerhaus

Wann: 04.09.2026 - 27.09.2026

FROM CARINTHIA – Ausgewählte Kunst aus Kärnten nach 1945 zeigt im Künstlerhaus Wien zentrale Positionen österreichischer Kunst von Maria Lassnig bis Kiki Kogelnik.

Die Ausstellung „FROM CARINTHIA – Ausgewählte Kunst aus Kärnten nach 1945“ richtet den Blick auf Künstler, deren Herkunft in Kärnten liegt, deren künstlerische Entwicklung jedoch weit über regionale Grenzen hinausführte. In der Factory des Künstlerhauses Wien begegnen einander Werke von Maria Lassnig, Kiki Kogelnik, Hans Staudacher, Bruno Gironcoli, Hans Bischoffshausen, Peter Krawagna, Valentin Oman, Meina Schellander und Wolfgang Hollegha.

Gerade die unterschiedlichen Wege dieser Künstler erzählen ein wesentliches Kapitel österreichischer Kunstgeschichte nach 1945. Nach dem Zweiten Weltkrieg suchte eine neue Generation den Anschluss an internationale Entwicklungen. Maria Lassnig reiste bereits 1951 gemeinsam mit Arnulf Rainer nach Paris und wurde später mit ihrer radikal persönlichen Auseinandersetzung mit Körper und Wahrnehmung zu einer der international bedeutendsten österreichischen Künstlerinnen. Hans Staudacher fand in Paris wichtige Impulse, während Hans Bischoffshausen dort ab 1959 lebte und Verbindungen zur europäischen ZERO-Avantgarde entwickelte.

Hans Staudacher, aus der Serie „Nu“, 1960, Öl auf Leinwand
Wolfgang Hollegha, Komposition, 1987, Öl auf Leinwand, abstrakte Malerei Foto Neumüller.
Hans Staudacher, aus der Serie „Nu“, 1960, Öl auf Leinwand • Wolfgang Hollegha, Komposition, 1987, Öl auf Leinwand, abstrakte Malerei Foto Neumüller. – Mit freundlicher Genehmigung von: kuenstlerhaus / Wiener Künstlerhaus

Auch Wolfgang Hollegha überschritt früh die Grenzen der österreichischen Kunstszene. Als Mitglied des Kreises um die Galerie St. Stephan gehörte er zu jenen Künstlern, die der abstrakten Malerei in Österreich nach dem Krieg neue internationale Perspektiven eröffneten.

Bruno Gironcoli, Doppelfigur, 1993/94, Bronzeguss und Holzsockel, Skulptur
Bruno Gironcoli, Doppelfigur, 1993/94, Bronzeguss und Holzsockel, Skulptur – Mit freundlicher Genehmigung von: kuenstlerhaus / Wiener Künstlerhaus
Einen besonders konsequenten Schritt ins Ausland setzte Kiki Kogelnik. Sie ging 1961 nach Paris und 1962 nach New York, wo sie mit der amerikanischen Kunstszene und der Pop Art in Berührung kam. Ihre unverwechselbare Bildsprache entwickelte sich dabei weit über eine bloße Übernahme amerikanischer Vorbilder hinaus.

Mit Bruno Gironcoli ist zugleich eine der eigenständigsten Positionen österreichischer Skulptur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vertreten. Seine monumentalen, rätselhaften Formen stehen neben den malerischen, grafischen und objektbezogenen Arbeiten der übrigen Künstler und verdeutlichen die Vielfalt der in Kärnten verwurzelten Kunst.

Die Ausstellung beschränkt sich damit nicht auf eine geografische Zuordnung. Sie erzählt vielmehr davon, wie Künstler aus dem Süden Österreichs Paris, New York und internationale Avantgarden suchten und von dort mit neuen künstlerischen Erfahrungen zurückwirkten. Aus regionaler Herkunft wurde keine Begrenzung, sondern ein Ausgangspunkt für sehr unterschiedliche Wege in die Kunstgeschichte.

Die gezeigten Arbeiten stammen aus den Sammlungen des Landes Kärnten, der STRABAG ART Collection und der Sammlung Liaunig und umfassen Malerei, Grafik, Skulptur und Objektkunst aus den Jahren 1960 bis 2025.

Kuratiert wird „FROM CARINTHIA“ von Christine Wetzlinger-Grundnig, Direktorin des Museum Moderner Kunst Kärnten, und Ulli Sturm von der Kärntner Kulturstiftung.

„FROM CARINTHIA – Ausgewählte Kunst aus Kärnten nach 1945“ ist bis 27. September 2026 in der Factory des Künstlerhauses Wien zu sehen.

Tags: Maria Lassnig, Zeitgenössische Kunst, Nachkriegskunst, Malerei, Hans Staudacher, Peter Krawagna, Wolfgang Hollegha, Bruno Gironcoli, Grafik, Skulpturen

Mo bis So 10–18 Uhr