Arc de Triomphe in Paris bei Sonnenuntergang mit goldenen Lichtspuren und dramatischem Himmel – Titelbild zur Paris Art Week 2026 auf findART.cc. (c) Jameelh Darweesh Karam
Arc de Triomphe in Paris bei Sonnenuntergang mit goldenen Lichtspuren und dramatischem Himmel – Titelbild zur Paris Art Week 2026 auf findART.cc. (c) Jameelh Darweesh Karam – Mit freundlicher Genehmigung von: parisartweek.com /

Wann: 19.10.2026 - 25.10.2026

Paris Art Week 2026 – Wenn die Kunstwerke Geschichten erzählen

Paris, 19. bis 25. Oktober 2026 – Eine Woche zwischen Kunstmessen, Galerien und Museen. Von Lee Krasners abstrakten Farbwelten über Mary Cassatts stille Augenblicke bis zu den ausdrucksstarken Porträts von Amoako Boafo: Während der Paris Art Week begegnen sich Kunstwerke aus unterschiedlichen Jahrhunderten, Kulturen und künstlerischen Traditionen.

Beleuchteter Eiffelturm bei Nacht in Paris, fotografiert hinter einem Mercedes-Stern im Vordergrund – Paris Art Week 2026. (c) Jameelh Darweesh Karam
Beleuchteter Eiffelturm bei Nacht in Paris, fotografiert hinter einem Mercedes-Stern im Vordergrund – Paris Art Week 2026. (c) Jameelh Darweesh Karam – Mit freundlicher Genehmigung von: parisartweek.com / Paris Art Week 2026 – Wenn die Kunstwerke Geschichten erzählen
Paris war schon immer eine Stadt, in der die Kunst neue Wege fand. Hier diskutierten Künstler über Farben und Formen, stellten überlieferte Vorstellungen infrage und entwickelten Bildsprachen, die weit über Frankreich hinauswirkten. Im Oktober 2026 wird diese Geschichte erneut lebendig.

Während die Art Basel Paris vom 23. bis 25. Oktober 2026 internationale Galerien und Sammler im Grand Palais zusammenführt, öffnen zahlreiche weitere Galerien, Museen und Kunstinstitutionen ihre Türen für Ausstellungen und besondere Veranstaltungen.

Der unabhängige Veranstaltungskalender Paris Art Week, herausgegeben von der Kunstmanagementplattform Artopia, bietet vom 19. bis 25. Oktober einen Überblick über dieses vielfältige Kunstgeschehen.

Doch was macht eine solche Woche wirklich besonders? Sind es die großen Namen, die berühmten Museen oder die internationalen Galerien?

Vielleicht ist es vielmehr jener Augenblick, in dem wir vor einem Kunstwerk stehen bleiben und plötzlich etwas entdecken, das uns zuvor verborgen geblieben ist.

Wir haben deshalb einige Werke ausgewählt, die ganz unterschiedliche Geschichten erzählen.

 

Lee Krasner – Wenn Farben ihre eigene Sprache finden

Gagosian Paris – Works from the 1960s

Lee Krasner, abstraktes Gemälde aus den 1960er-Jahren mit magentafarbenen, grünen und weißen Formen auf hellem Hintergrund – Ausstellung „Works from the 1960s“, Gagosian Paris, Paris Art Week 2026.
Lee Krasner, abstraktes Gemälde aus den 1960er-Jahren mit magentafarbenen, grünen und weißen Formen auf hellem Hintergrund – Ausstellung „Works from the 1960s“, Gagosian Paris, Paris Art Week 2026. – Mit freundlicher Genehmigung von: parisartweek.com / Paris Art Week 2026 – Wenn die Kunstwerke Geschichten erzählen

Ein heller, beinahe hautfarbener Untergrund. Darüber kräftige Formen in Magenta, dunklem Grün und Weiß. Manche erinnern an auseinandergerissene Blütenblätter, andere an bewegte Körper oder Fragmente einer Landschaft.

Doch nichts lässt sich eindeutig festhalten.

Die Farben scheinen sich gegenseitig zu verdrängen, zu überlagern und wieder freizugeben. Das Weiß wirkt stellenweise wie eine aufbrechende Fläche, während die grünen Formen mit großer Energie durch die Komposition drängen.

Lee Krasner (1908–1984) gehörte zu den bedeutenden Vertreterinnen des amerikanischen abstrakten Expressionismus. Lange wurde ihr Werk vor allem im Zusammenhang mit ihrem Ehemann Jackson Pollock betrachtet. Dabei entwickelte Krasner eine eigenständige, kraftvolle Bildsprache.

Besonders in ihren Arbeiten der 1960er-Jahre wird deutlich, dass Abstraktion keineswegs auf den Ausdruck von Gefühlen verzichten muss. Im Gegenteil: Farbe, Rhythmus und Bewegung können eine Intensität entwickeln, die keiner gegenständlichen Darstellung bedarf.

Vielleicht liegt gerade darin das Geheimnis dieser Malerei: Wir müssen nicht erkennen, was dargestellt ist. Wir dürfen entdecken, was die Farben in uns auslösen.

Galerie: Gagosian, 4 rue de Ponthieu, Paris.

 

Gustave Fayet – Der Sammler, der die Moderne erkannte

Fondation Louis Vuitton – Gustave Fayet: Collector–Designer. Icons of Modern Art

Vincent van Gogh, Selbstbildnis mit verbundenem Ohr und Pfeife, neben Paul Gauguins Gemälde mit drei tahitianischen Figuren – Ausstellung „Gustave Fayet: Collector–Designer. Icons of Modern Art“, Fondation Louis Vuitton, Paris Art Week 2026.
Vincent van Gogh, Selbstbildnis mit verbundenem Ohr und Pfeife, neben Paul Gauguins Gemälde mit drei tahitianischen Figuren – Ausstellung „Gustave Fayet: Collector–Designer. Icons of Modern Art“, Fondation Louis Vuitton, Paris Art Week 2026. – Mit freundlicher Genehmigung von: parisartweek.com / Paris Art Week 2026 – Wenn die Kunstwerke Geschichten erzählen

Links begegnet uns Vincent van Gogh mit verbundenem Ohr, dunkler Pelzmütze und einer Pfeife zwischen den Lippen. Rechts sehen wir drei Figuren von Paul Gauguin vor einer leuchtend gelben Landschaft.

Zwei Künstler, zwei unterschiedliche Bildwelten – und doch verbindet sie mehr als ihre Zugehörigkeit zur Moderne.

Gustave Fayet (1865–1925) war selbst Künstler, Sammler und Förderer. Er gehörte zu jenen Persönlichkeiten, die den Wert der neuen Malerei erkannten, als diese noch längst nicht überall Anerkennung gefunden hatte.

Van Goghs Selbstbildnis zeigt einen Menschen, dessen Gesicht von Verletzlichkeit und Entschlossenheit zugleich erzählt. Gauguin dagegen führt uns in eine Welt kräftiger Farbflächen, in der sich Figuren und Landschaft zu einer beinahe zeitlosen Komposition verbinden.

Beide Künstler suchten nach Möglichkeiten, die sichtbare Wirklichkeit über ihre bloße Wiedergabe hinaus zu verändern.

Die Beschäftigung mit Fayet erinnert daran, dass Kunstgeschichte nicht allein von Künstlern geschrieben wird. Auch Sammler, Förderer und Menschen, die bereit sind, ungewöhnliche Wege mitzugehen, tragen dazu bei.

Ausstellungsort: Fondation Louis Vuitton, 8 avenue du Mahatma Gandhi, Paris.

 

Mary Cassatt – Die Musik eines stillen Augenblicks

Musée d’Orsay – Mary Cassatt: L’indépendante

Mary Cassatt, Pastell einer jungen Frau mit Musikinstrument in zarten Rosa-, Blau- und Türkistönen – Ausstellung „Mary Cassatt: L’indépendante“, Musée d’Orsay, Paris Art Week 2026.
Mary Cassatt, Pastell einer jungen Frau mit Musikinstrument in zarten Rosa-, Blau- und Türkistönen – Ausstellung „Mary Cassatt: L’indépendante“, Musée d’Orsay, Paris Art Week 2026. – Mit freundlicher Genehmigung von: parisartweek.com / Paris Art Week 2026 – Wenn die Kunstwerke Geschichten erzählen

Eine junge Frau sitzt mit einem Musikinstrument auf dem Schoß. Ihr Kopf ist leicht gesenkt, ihre Aufmerksamkeit gilt ganz dem Instrument.

Die Szene wirkt unspektakulär. Keine große Bühne, kein Publikum, keine dramatische Handlung.

Und doch entfaltet sie eine bemerkenswerte Intensität.

Mary Cassatt (1844–1926) verbindet zarte Rosatöne mit Türkis, Blau und warmem Rotbraun. Die Konturen der Figur bleiben stellenweise weich und offen. Die farbigen Striche scheinen die Bewegung der Hände und die Konzentration der jungen Frau unmittelbar festzuhalten.

Cassatt, eine amerikanische Künstlerin, die einen wesentlichen Teil ihres Lebens in Frankreich verbrachte, gehörte zum Kreis der Impressionisten. Sie entwickelte eine eigenständige Sicht auf das Leben von Frauen und Kindern und machte alltägliche Situationen zu bedeutenden Bildthemen.

Gerade in diesem Werk wird deutlich, dass ein stiller Augenblick keineswegs bedeutungslos sein muss.

Wir wissen nicht, welche Melodie die junge Frau spielt. Vielleicht erklingt überhaupt keine Musik. Aber die Malerei lässt uns ihre Konzentration beinahe körperlich spüren.

Museum: Musée d’Orsay, Paris.

 

Tracey Emin – Gestern, heute, morgen: Die Sehnsucht bleibt

White Cube Paris – I will miss you…

Tracey Emin, expressive Malerei von 2025 mit handgeschriebenen Worten über Liebe und Verlust sowie einer dunkelblauen, skizzenhaften Figur – Ausstellung „I will miss you…“, White Cube Paris, Paris Art Week 2026.
Tracey Emin, expressive Malerei von 2025 mit handgeschriebenen Worten über Liebe und Verlust sowie einer dunkelblauen, skizzenhaften Figur – Ausstellung „I will miss you…“, White Cube Paris, Paris Art Week 2026. – Mit freundlicher Genehmigung von: parisartweek.com / Paris Art Week 2026 – Wenn die Kunstwerke Geschichten erzählen

Ein gerahmtes Bild, ein heller Untergrund, einige hastig geschriebene Zeilen. Darunter eine dunkel gezeichnete Gestalt, deren Körper sich in kräftigen Blautönen aufzulösen scheint.

Die Worte sprechen von einem Vermissen, das gestern begann, heute weiterbesteht und auch morgen nicht verschwinden wird.

Tracey Emin (*1963) gehört zu den Künstlerinnen, die persönliche Erfahrungen unmittelbar in ihre Arbeit einfließen lassen. Liebe, Verlust, Erinnerung und Verletzlichkeit sind wiederkehrende Themen ihres Schaffens.

In diesem Werk verbinden sich Schrift und Malerei zu einer gemeinsamen Ausdrucksform.

Die Worte sind nicht einfach eine Erklärung des Bildes. Sie gehören selbst zur Komposition. Ihre unregelmäßigen Linien stehen in enger Beziehung zu den bewegten, teilweise fragmentierten Körperformen darunter.

Wem gilt diese Sehnsucht? Einem geliebten Menschen, einer verlorenen Beziehung oder vielleicht einem vergangenen Lebensabschnitt?

Emin lässt diese Frage offen.

Gerade dadurch kann aus einer sehr persönlichen Aussage eine Erfahrung werden, in der sich auch andere Menschen wiederfinden.

Galerie: White Cube Paris, 10 avenue Matignon, Paris.

 

Amoako Boafo – Eine Blume und das Geheimnis eines Porträts

Mariane Ibrahim – The Home I’ve Never Had

Amoako Boafo, „Yellow Turtleneck“, 2021 – Porträt eines Mannes in leuchtend gelbem Oberteil vor gelbem Hintergrund, mit ausdrucksstark modelliertem Gesicht und einer roten Blume in den Händen. Ausstellung „The Home I’ve Never Had“, Galerie Mariane Ibrahim, Paris Art Week 2026.
Amoako Boafo, „Yellow Turtleneck“, 2021 – Porträt eines Mannes in leuchtend gelbem Oberteil vor gelbem Hintergrund, mit ausdrucksstark modelliertem Gesicht und einer roten Blume in den Händen. Ausstellung „The Home I’ve Never Had“, Galerie Mariane Ibrahim, Paris Art Week 2026. – Mit freundlicher Genehmigung von: parisartweek.com / Paris Art Week 2026 – Wenn die Kunstwerke Geschichten erzählen

Auf den ersten Blick sehen wir Gelb. Ein leuchtendes, warmes Gelb, das beinahe die gesamte Bildfläche beherrscht.

Erst dann erkennen wir einen Mann im gelben Rollkragenpullover. Sein Oberkörper verschmilzt nahezu mit dem Hintergrund. Gesicht und Hände dagegen heben sich durch ihre dunkle, reliefartig wirkende Malweise deutlich ab.

In einer Hand hält er eine langstielige Blume mit einer roten Blüte. Die andere Hand ruht tiefer vor seinem Körper.

Amoako Boafo, Yellow Turtleneck, 2021.

Boafo (*1984) ist für seine ungewöhnliche Porträttechnik bekannt. Häufig trägt er die Farbe direkt mit den Fingern auf die Leinwand auf. Dadurch entstehen Oberflächen, deren Struktur beinahe skulptural wirkt.

Besonders eindrucksvoll ist der Gegensatz zwischen der ruhigen gelben Kleidung und den bewegten Farbspuren in Gesicht und Händen.

Und dann ist da diese Blume.

Sie steht unmittelbar vor dem Gesicht des Mannes und zieht unseren Blick auf sich. Ist sie ein Geschenk? Ein Zeichen der Zuneigung? Oder einfach ein Gegenstand, den der Porträtierte für einen kurzen Moment betrachtet?

Das Gemälde gibt keine eindeutige Antwort.

Vielleicht liegt seine besondere Wirkung gerade darin, dass ein scheinbar einfaches Motiv so viele Möglichkeiten des Erzählens eröffnet.

Galerie: Mariane Ibrahim, 18 avenue Matignon, Paris.

 

Sonia Gomes – Wenn Erinnerungen einen Faden ziehen

Palais de Tokyo – Cœur sauvage

Sonia Gomes, textile Rauminstallation mit hängenden weißen Stoffbahnen, bunten Stickereien, Schnüren und vernähten Materialien – Ausstellung „Cœur sauvage“, Palais de Tokyo, Paris Art Week 2026.
Sonia Gomes, textile Rauminstallation mit hängenden weißen Stoffbahnen, bunten Stickereien, Schnüren und vernähten Materialien – Ausstellung „Cœur sauvage“, Palais de Tokyo, Paris Art Week 2026. – Mit freundlicher Genehmigung von: parisartweek.com / Paris Art Week 2026 – Wenn die Kunstwerke Geschichten erzählen

Weiße Stoffbahnen, schwarze Schnüre, farbige Stickereien und lose herabhängende Fäden.

Auf den ersten Blick könnte man an Kleidungsstücke denken, die nebeneinander aufgehängt wurden. Doch bei genauerer Betrachtung lösen sich die vertrauten Formen auf.

Rote und blaue Kreise erinnern an Blüten oder kleine Sonnen. Unterschiedliche Stoffstücke sind miteinander verbunden, teilweise zusammengenäht, verknotet oder durch Schnüre zusammengehalten.

Sonia Gomes (*1948) arbeitet mit gebrauchten Textilien und Fundmaterialien. Stoffe, die einst Teil eines Kleidungsstücks oder eines alltäglichen Gegenstandes waren, erhalten durch ihre Bearbeitung eine neue Bedeutung.

Dabei bewahren sie zugleich etwas von ihrer Vergangenheit.

Die Künstlerin verbindet textile Handarbeit mit zeitgenössischer Skulptur. Nähen, Sticken und Knoten werden zu künstlerischen Ausdrucksmitteln.

Besonders interessant sind die offenen Enden und herabhängenden Schnüre. Sie vermitteln den Eindruck, als könnte das Werk weiterwachsen, als sei seine Geschichte noch nicht abgeschlossen.

So entsteht eine Kunst, die nicht nur aus Materialien besteht, sondern auch von Erinnerung, Veränderung und neuen Verbindungen erzählt.

Ausstellungsort: Palais de Tokyo, 13 avenue du Président Wilson, Paris.

 

Alexander Calder – Wenn die Schwerkraft zu tanzen beginnt

Hauser & Wirth Paris – François Premier

Alexander Calder bei der Arbeit an einer Drahtskulptur, historische Schwarz-Weiß-Fotografie des amerikanischen Künstlers – Ausstellung „François Premier“, Hauser & Wirth Paris, Paris Art Week 2026.
Alexander Calder bei der Arbeit an einer Drahtskulptur, historische Schwarz-Weiß-Fotografie des amerikanischen Künstlers – Ausstellung „François Premier“, Hauser & Wirth Paris, Paris Art Week 2026. – Mit freundlicher Genehmigung von: parisartweek.com / Paris Art Week 2026 – Wenn die Kunstwerke Geschichten erzählen

Alexander Calder (1898–1976) veränderte unser Verständnis von Skulptur grundlegend.

Seine Mobiles bestehen aus Formen, die durch feine Drähte miteinander verbunden sind und sich im Raum bewegen können. Schon ein leichter Luftzug genügt, um ihre Anordnung zu verändern.

Damit wird aus einem scheinbar festen Kunstwerk eine Komposition, die niemals ganz gleich bleibt.

Calder interessierte sich für Bewegung, Gleichgewicht und das Verhältnis zwischen Form und Raum. Auch seine Gouachen und Zeichnungen zeigen, wie intensiv er sich mit Linien, Farben und rhythmischen Beziehungen beschäftigte.

Während traditionelle Skulpturen häufig durch ihre feste Gestalt wirken, lässt Calder den Zufall und die Bewegung zu.

Seine Werke erinnern daran, dass Kunst nicht immer stillstehen muss, um betrachtet zu werden.

Galerie: Hauser & Wirth Paris, 26 bis rue François Ier, Paris.

 

Drei weitere Begegnungen – Picasso, Schwitters und Kerry James Marshall

Die Pariser Kunstwoche führt uns auch zu Ausstellungen, mit denen wir uns auf findART bereits ausführlich beschäftigt haben.

 

Picasso & Friends – Künstlerfreundschaften und die Welt der Avantgarde

Ausstellungsaufbau „Picasso & Friends“ mit dem Galerieteam und einem lebensgroßen Picasso-Aufsteller bei Priska Pasquer Paris, 2026. Foto: © Chantal Küchle.
Ausstellungsaufbau „Picasso & Friends“ mit dem Galerieteam und einem lebensgroßen Picasso-Aufsteller bei Priska Pasquer Paris, 2026. Foto: © Chantal Küchle. – Mit freundlicher Genehmigung von: parisartweek.com / Paris Art Week 2026 – Wenn die Kunstwerke Geschichten erzählen
Bei Beck & Eggeling International Fine Art und Priska Pasquer Paris begegnen sich Werke von Pablo Picasso mit künstlerischen Positionen von Georges Braque, Albert Marquet, Max Ernst und Brassaï.

Die Ausstellung vom 17. Oktober bis 15. November 2026 eröffnet einen Blick auf die Beziehungen, Begegnungen und künstlerischen Entwicklungen der europäischen Moderne.

Besonders faszinierend sind Picassos Zeichnungen und Keramiken, in denen sich seine unerschöpfliche Experimentierfreude zeigt.

Ausstellungsort: Priska Pasquer Paris, 6 rue des Coutures Saint-Gervais.

Zum ausführlichen findART-Beitrag über Picasso & Friends

 

Kurt Schwitters – Wenn aus dem Chaos eine neue Welt entsteht

Kurt Schwitters, abstrakte Merz-Komposition aus geometrischen Formen und collagierten Materialien – Ausstellung „Le chaos-monde“, Musée national Picasso-Paris, 2026. © Bildnachweis/Copyright Musée Picasso Paris
Kurt Schwitters, abstrakte Merz-Komposition aus geometrischen Formen und collagierten Materialien – Ausstellung „Le chaos-monde“, Musée national Picasso-Paris, 2026. © Bildnachweis/Copyright Musée Picasso Paris – Mit freundlicher Genehmigung von: parisartweek.com / Paris Art Week 2026 – Wenn die Kunstwerke Geschichten erzählen
Im Musée national Picasso–Paris widmet sich die Ausstellung Le chaos-monde, 1918–1948 dem deutschen Künstler Kurt Schwitters.

Seine Merzarbeiten verbinden Zeitungsausschnitte, Papierfragmente und Fundmaterialien zu überraschenden Kompositionen.

Was zunächst wie ein ungeordnetes Nebeneinander erscheint, entwickelt bei genauerem Hinsehen eine eigene Ordnung aus Formen, Farben und Strukturen.

Ausstellung: 6. Oktober 2026 bis 7. Februar 2027.

Zum ausführlichen findART-Beitrag über Kurt Schwitters

 

Kerry James Marshall – Wenn der Alltag Kunstgeschichte schreibt

Kerry James Marshall, farbenprächtige Darstellung eines belebten Friseursalons mit zahlreichen Figuren und Spiegeln – Ausstellung „The Histories“, Musée d’Art Moderne de Paris, 2026. © Kerry James Marshall, Courtesy of the artist and Jack Shainman Gallery, New York. Foto: M. Sean Pathasema.
Kerry James Marshall, farbenprächtige Darstellung eines belebten Friseursalons mit zahlreichen Figuren und Spiegeln – Ausstellung „The Histories“, Musée d’Art Moderne de Paris, 2026. © Kerry James Marshall, Courtesy of the artist and Jack Shainman Gallery, New York. Foto: M. Sean Pathasema. – Mit freundlicher Genehmigung von: parisartweek.com / Paris Art Week 2026 – Wenn die Kunstwerke Geschichten erzählen
Im Musée d’Art Moderne de Paris begegnen wir Kerry James Marshall und seiner Ausstellung The Histories.

Seine großformatigen Gemälde zeigen Menschen, Lebensräume und Alltagssituationen, die in der traditionellen westlichen Kunstgeschichte lange unterrepräsentiert waren.

Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung eines lebendigen Friseursalons, in dem Figuren, Spiegel, Farben und Bewegungen zu einer vielschichtigen Erzählung zusammenfinden.

Zum ausführlichen findART-Beitrag über Kerry James Marshall

 

Paris Art Week 2026 – Eine Stadt, viele Geschichten

Was verbindet eine abstrakte Komposition von Lee Krasner mit einem Porträt von Amoako Boafo? Was haben Mary Cassatts stiller musikalischer Augenblick und Tracey Emins handgeschriebene Worte gemeinsam?

Auf den ersten Blick vielleicht wenig.

Und doch begegnet uns in all diesen Werken dieselbe grundlegende Frage: Wie lässt sich eine Erfahrung, eine Erinnerung oder ein Gedanke in eine künstlerische Form verwandeln?

Manchmal geschieht das durch Farbe. Manchmal durch eine Linie, ein Stück Stoff, eine Bewegung oder einen einzigen Satz.

Paris bietet während der Art Week 2026 die Gelegenheit, diesen unterschiedlichen Ausdrucksformen an zahlreichen Orten zu begegnen.

Die großen Museen und internationalen Galerien stehen dabei nicht im Gegensatz zueinander. Sie eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf eine Kunstgeschichte, die sich ständig weiterentwickelt.

Und vielleicht ist es gerade diese Vielfalt, die Paris seit Generationen zu einer der bedeutendsten Kunstmetropolen der Welt macht.

Denn Kunst beginnt nicht erst dort, wo wir ein Werk verstehen. Manchmal beginnt sie genau in jenem Augenblick, in dem wir zum zweiten Mal hinsehen.

Tags: Zeitgenössische Kunst, Moderne Kunst, Pablo Picasso, Lee Krasner, Mary Cassatt, Mary Cassatt, Amoako Boafo, Sonia Gomes, Alexander Calder, Kurt Schwitters, Kerry James Marshall, Keramik

Die Öffnungszeiten richten sich nach den jeweiligen Galerien, Museen und Veranstaltungen.