Halbportalkran des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven Foto: DSM / Lars Kröger
Halbportalkran des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven Foto: DSM / Lars Kröger – Mit freundlicher Genehmigung von: denkmalschutz / Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Was: Presse

Wann: 26.05.2025

Dr. Wolfram Seibert, Ortskurator Bremen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Montag, den 26. Mai 2025 um 16.00 Uhr dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 50.000 Euro für den Korrossionsschutz am Halbportalkran des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven – Leibniz Institut für Maritime Geschichte an dessen Geschäftsführende Direktorin Professor Dr. Ruth Schilling. Das technische Denkmal gehört zu den weit über 30 Denkmalen, die die private DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bremen fördern konnte.

Das 1975 gegründete Deutsche Schifffahrtsmuseum ist ein renommiertes Forschungsmuseum am Alten Hafen von Bremerhaven. Der dort heute am Nordende aufgestellte Kran befand sich ursprünglich an Fabrikhallen im Bereich des Gebäudes "Strandhalle" am Neuen Hafen. Der Drehkran wurde 1925 für die Bremerhavener Eisenwerke gebaut. 1951 wurde er durch die Hamburger Kranbaufirma "Kampnagel" zu einem Dreh-Wippkran umgebaut und im Bereich der Kaiserhäfen rund drei Kilometer nördlich des heutigen Standorts aufgestellt. Damals wurden größere Fenster für mehr Übersicht und Sicherheit eingebaut. Seit der Außerdienststellung 1978 steht der 2005 denkmalgeschützte Kran im Außenbereich des Schifffahrtsmuseums.

Zum Objekt:Halbportalkräne laufen auf Schienen parallel zum Kai, wobei die wasserseitige Schiene am Boden, die andere erhöht an einem Speicherbau angebracht ist. Die elektrisch angetriebene Maschine hatte eine Tragkraft von drei Tonnen, ein Eigengewicht von 70 Tonnen und eine Hubhöhe von gut 20 Metern. Portalkräne mit zwei ebenerdigen Schienen verdanken ihren Namen einem portalartigen Gestell, unter dem anfangs Pferdefuhrwerke, später Lastwagen fahren konnten. Das Untergestell eines Halbportalkrans bildet kein vollständiges Portal, sondern ist L-förmig. Führerhaus und Kranausleger sind drehbar, so dass ein Umschlag von Schiff zu Land erfolgen kann. Die nachgerüstete Wippfunktion erhöhte die Arbeitsgeschwindigkeit. Beim Entladen breiter Schiffe können auch die entfernteren Bereiche erreicht werden. Halbportalkräne waren in allen Häfen in großer Stückzahl anzutreffen. Im Jahr 1938 verfügte allein der Staatliche Kaibetrieb über 1.108 Wippkräne, in der Mehrzahl Halbportalkräne. Der Kran am Museumshafen ist der letzte erhaltene Halbportalkran innerhalb Bremerhavens.

Tags: denkmalschutz, Fördervertrag, Restaurierung, Schiff, Schiffartsmuseum, Schifffahrt, Technik

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