Im zweiten Hangar wurde der Blick bewusst nach vorne gerichtet. Bei den Academy POSITIONS zeigten 29 Absolventen von 14 Kunsthochschulen ihre Arbeiten. Hier geht es noch nicht um große Namen oder etablierte Marktpreise, sondern um jene Phase einer künstlerischen Laufbahn, in der vieles offen ist.
Rosalie Becher von der Kunstakademie Düsseldorf und Helen Vogelsang von der UdK Berlin erhielten den Zilkens Fine Art Academy Award. Mit den HEUSSEN Perspectives wurden Luca Di-Febo, Anna Wandaller und Leonie Lass ausgezeichnet.
Auch die Galerie Met aus Berlin lenkte den Blick auf jüngere Positionen. Für ihre Präsentation mit Arbeiten von Vasil Berela, Jascha Froh, Jonathan Joosten, Tong Yin und dem Künstlerduo Abrecht/Wilke erhielt sie den Zilkens Best Booth Award.
Was von einer Messe bleibt
Nach vier Tagen verschwinden die weißen Wände wieder aus Tempelhof. Die Kunstwerke werden verpackt, die Galeristen reisen ab, manches Werk kehrt in die Galerie zurück – anderes nicht.
Zurück bleiben Kontakte, Verkäufe und möglicherweise jene Entdeckungen, deren Bedeutung sich erst später zeigen wird.
Vielleicht liegt darin noch immer die eigentliche Stärke einer Kunstmesse: Sie bringt Kunst nicht einfach an einen Ort. Sie bringt Menschen vor die Kunst – und überlässt anschließend dem Werk, was daraus entsteht.