Alfons Walde  Oberndorf 1891 - 1958 Kitzbühel Dorfstraße im Winter
Alfons Walde Oberndorf 1891 - 1958 Kitzbühel Dorfstraße im Winter – Mit freundlicher Genehmigung von: GalerieAlbertina / GALERIE BEI DER ALBERTINA ▪ ZETTER

Wann: 06.10.2025 - 06.12.2025

GALERIE BEI DER ALBERTINA präsentiert Alfons Walde: 6. Oktober – 6. Dezember

Mit großer Freude kündigt die Galerie bei der Albertina ▪ Zetter eine außergewöhnliche Retrospektive des Alfons Walde an – vom 6. Oktober bis 6. Dezember öffnet sich ein Fenster in die Welt eines Künstlers, dessen Motive in intensiver Klarheit und expressiver Strahlkraft bis heute faszinieren.

Schon beim Betreten der Ausstellungsräume ist spürbar: Es handelt sich nicht um eine gewöhnliche Werkschau, sondern um eine Hommage an ein einzigartiges Œuvre. Die Schneebilder, jene himmelblauen Winterlandschaften, in denen Skifahrer ihren Weg durch das Licht finden, gelten als Inbegriff österreichischer Alpenästhetik. Dazu gesellen sich facettenreiche Ansichten seiner Heimatstadt Kitzbühel im Spiel der Jahreszeiten, Dorfszenen mit Tiroler Bauern in festlicher Stimmung, und eigenwillige Akte, die gerade durch ihre Konzentration, ihre Reduktion und ihre stille Intensität bestechend sind. Mit diesen charakteristischen Motiven ist Walde zu einem der bedeutendsten Vertreter der österreichischen Moderne aufgestiegen. Er beherrschte das Spiel von Licht und Schatten auf der von Schnee bedeckten Landschaft unverwechselbar und virtuos.

Parallel zum Erscheinen des neuen Werkverzeichnisses Alfons Walde zeigt die Galerie eine Auswahl der zentralen Werkgruppen seines umfangreichen Schaffens: Landschaftsmalerei, Darstellungen des bäuerlichen Lebens und seine ebenso bedeutenden Akte. Diese Kombination ist selten und macht die Ausstellung zu einem Ereignis von kulturhistorischer Bedeutung.

Alfons Walde wurde am 8. Februar 1891 in Oberndorf (bei Kitzbühel) geboren und verstarb am 11. Dezember 1958 in Kitzbühel. Sein Lebens- und Schaffensweg war geprägt von einer tiefen Verbundenheit mit seiner Tiroler Heimat. Zu seinen frühen Jahren zählt ein Architekturstudium in Wien (1910–1914), parallel zur Entwicklung seiner malerischen Fähigkeiten. In Wien kam er in Kontakt mit künstlerischen Strömungen seiner Zeit; dennoch blieb er zeitlebens seinem Sujet treu: den Bergen, dem Schnee, dem bäuerlichen Alltag und dem Menschen in Natur und Raum. Sein Stil ist charakterisiert durch eine reduzierte Zeichnung, ein kühles, oft pastelliges Farbspektrum und eine fast hörbare Stille, selbst in bewegten Motiven.

Ein besonderes Zitat, das Walde seinem Tagebuch entnahm, lautet:
„The artist should not copy nature
but take the elements of nature
and create a new element.“

Diese Worte machen deutlich, worum es ihm ging: nicht bloß um Abbild, sondern um Transformation, um Essenz.

Doch wer ist die Galerie, die einem solchen Künstler eine solche Bühne öffnet? Die Galerie bei der Albertina ▪ Zetter wurde im Jahr 1973 von Christa Zetter gegründet. Ihr Fokus von Beginn an lag auf österreichischer Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, wobei sie eine Brücke schlägt zwischen Jugendstil, Wiener Werkstätte und klassischer Moderne bis hin zur zeitgenössischen Kunst. Seit Januar 2003 ist Katharina Zetter‑Karner die geschäftsführende Direktorin. Unter ihrer Leitung wurde das Spektrum der Galerie weiter ausgedehnt, mit klarer Orientierung auf Künstlerhäuser, kuratierte Ausstellungen und Publikationen. Die Galerie liegt im Herzen Wiens, am Lobkowitzplatz 1, unweit der Albertina, und erstreckt sich über drei räumliche Ebenen.

Mit der aktuellen Alfons Walde-Ausstellung bietet die Galerie nicht nur eine neue Perspektive auf sein Werk, sondern stärkt zugleich ihre Rolle als zentrale Adresse für österreichische Kunsttradition und Gegenwart. Besucher dürfen sich auf eine dichte, inhaltlich vielschichtige Präsentation freuen – ein Dialog zwischen Natur, Künstler und Raum, vermittelt durch Meisterwerke von hoher ikonischer Kraft.

Tags: Alfons Walde, Schnee, Aktmalerei, Erotik, Malerei, Meisterwerke, Expressionismus, Realismus
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Alfons Walde Oberndorf 1891 - 1958 Kitzbühel Frauenkirche vor den Südbergen – Mit freundlicher Genehmigung von: GalerieAlbertina / Wer: GALERIE BEI DER ALBERTINA ▪ ZETTER

Mo - Fr: 10 - 18 Uhr
Sa: 11 - 14 Uhr