Gerrit Rietveld Kinderschubkarre „Kruiwagen“, Entwurf 1923, De Stijl Designobjekt, Quittenbaum Design Auktion München 2026
Gerrit Rietveld Kinderschubkarre „Kruiwagen“, Entwurf 1923, De Stijl Designobjekt, Quittenbaum Design Auktion München 2026 – Mit freundlicher Genehmigung von: quittenbaum / QUITTENBAUM Kunstauktionen GmbH

Was: Auktion

Wann: 24.03.2026

Quittenbaum Kunstauktionen München eröffnet das Auktionsjahr 2026 mit einem Objekt, das sofort Aufmerksamkeit verlangt: einer farbintensiven Kinderschubkarre von Gerrit Rietveld – einem Entwurf von 1923, in dem Spiel, Avantgarde und pure Geometrie zusammentreffen.

Detail Rad Kinderschubkarre „Kruiwagen“, Gerrit Rietveld, Entwurf 1923
Detail Rad Kinderschubkarre „Kruiwagen“, Gerrit Rietveld, Entwurf 1923 – Mit freundlicher Genehmigung von: quittenbaum / QUITTENBAUM Kunstauktionen GmbH
Besondere Aufmerksamkeit verdient dieses außergewöhnliche Objekt von Gerrit Rietveld (1888–1964), das in der Auktion angeboten wird. Zum Aufruf kommt die Kinderschubkarre „Kruiwagen“ (Kat.- Nr. 157), deren Prototyp Rietveld 1923 für den Sohn des Architekten und De-Stijl-Mitglieds J.J.P. Oud entwarf.

„Das hier gezeigte Modell, hergestellt in den 1970er Jahren von Gerard A. van de Groenekan, vereint Buchenholzstäbe und Sperrholz in den Farben Gelb, Rot, Blau, Schwarz und Weiß – eine Kombination, in der Funktion, Form und Spiel in purer Geometrie verschmelzen.“

Die Schubkarre stammt aus der Sammlung eines deutschen Architekten, der mit van de Groenekan befreundet war und mehrere Objekte direkt aus dem Besitz des Schreiners erwerben konnte. Taxiert ist sie auf 12.000 bis 15.000 Euro.

Mit der Auktion „Design“ am 24. März 2026 spannt Quittenbaum einen weiten Bogen durch das internationale Design des 20. Jahrhunderts. Mehr als 500 Lose vereinen ikonische Entwürfe, seltene Sammlerstücke und eine umfangreiche Privatsammlung. Möbel, Leuchten und Objekte der Alltagskultur erzählen dabei von den großen gestalterischen Strömungen zwischen Moderne, Radical Design und Postmoderne.

Den Auftakt bildet die Sammlung Dr. Bernhard Serr (Kat. Nr. 1–62) mit rund 60 Positionen. Über Jahrzehnte hinweg aufgebaut, ist diese Kollektion das Ergebnis eines interdisziplinären Interesses an Technik, Musik und Kunst. Seit dem Beginn ihrer Entstehung Ende der 1970er Jahre wurde sie durch Reisen zu Museen und architektonisch bedeutenden Orten in Europa und den USA kontinuierlich erweitert. Der Schwerpunkt liegt auf Entwürfen zwischen den 1960er und 1990er Jahren und umfasst zentrale Positionen der Nachkriegsmoderne, des Radical Design sowie der Memphis-Bewegung.

Quittenbaum Design Auktion 181A, München, 24. März 2026
Quittenbaum Design Auktion 181A, München, 24. März 2026 – Mit freundlicher Genehmigung von: quittenbaum / QUITTENBAUM Kunstauktionen GmbH

Ikonische Entwürfe wie die Stehleuchte „Toio“ von Achille und Pier Castiglioni, Superstudios skulpturale „Gherpe“-Leuchte, die experimentellen Alchimia-Leuchten „Paramount“ (Kat. Nr. 10) und „MGM“ (Kat. Nr. 11) oder die seltene Leuchte „Sfera“ von Patrizia Innocenti und Sergio Gobbi (Kat. Nr. 13) veranschaulichen Bernhard Serrs Interesse an technischer Innovation und außergewöhnlicher Ästhetik. Auch klassische Leuchten von Ettore Sottsass nehmen einen wichtigen Platz ein. Ergänzt wird diese Leuchten-Kollektion durch Objekte der Alltags- und Wohnkultur, von denen einige über Jahre hinweg tatsächlich im Gebrauch standen – ein Hinweis darauf, wie eng sich Sammlung und Lebensraum in dieser Kollektion berühren.

Patrizia Innocenti und Sergio Gobbi Tischleuchte „Sfera“, Entwurf 1971, Schätzpreis 5.000–6.000 €
Achille und Pier Giacomo Castiglioni Stehleuchte „Toio“, Entwurf 1962, Schätzpreis 450–500 €
Patrizia Innocenti und Sergio Gobbi Tischleuchte „Sfera“, Entwurf 1971, Schätzpreis 5.000–6.000 € • Achille und Pier Giacomo Castiglioni Stehleuchte „Toio“, Entwurf 1962, Schätzpreis 450–500 € – Mit freundlicher Genehmigung von: quittenbaum / QUITTENBAUM Kunstauktionen GmbH

Ein weiteres Kapitel widmet die Auktion dem Werk von Piero Fornasetti, dessen unverwechselbare Bildsprache Designgeschichte geschrieben hat. Zwischen Kunst und Kunsthandwerk bewegen sich seine Objekte mit spielerischer Leichtigkeit. Schirmständer, Papierkörbe oder Teller verwandeln sich durch seine grafischen Bildwelten in erzählerische Designobjekte. In München setzen besonders die Kommode „Leopardo“ (Kat. Nr. 336) sowie der eindrucksvolle Sekretärschrank „Archittetura“ (Kat. Nr. 339) Akzente. Der Prototyp dieses Modells entstand 1951 in Zusammenarbeit von Piero Fornasetti, Gio Ponti und den Fratelli Radice. Die angebotene Version wird mit 20.000 Euro aufgerufen.

Piero Fornasetti Kommode „Leopardo“, Entwurf 1950er Jahre, Schätzpreis 15.000–18.000 €
Piero Fornasetti Sekretärschrank „Architettura“, Entwurf 1950er Jahre, Schätzpreis 20.000–25.000 €
Piero Fornasetti Kommode „Leopardo“, Entwurf 1950er Jahre, Schätzpreis 15.000–18.000 € • Piero Fornasetti Sekretärschrank „Architettura“, Entwurf 1950er Jahre, Schätzpreis 20.000–25.000 € – Mit freundlicher Genehmigung von: quittenbaum / QUITTENBAUM Kunstauktionen GmbH

Auch das Space Age Design erhält in der Auktion einen eigenen Schwerpunkt. Inspiriert von der Begeisterung für Raumfahrt und Technologie der 1960er Jahre entwickelte sich eine neue Formensprache mit organischen Linien, kugelförmigen Volumen und Materialien wie Kunststoff, Fiberglas oder verchromtem Metall. Die Katalognummern 217–267 zeigen exemplarisch diese Epoche.

Klaus Uredat Sitzelemente „Corbi“, 1969, COR, Schätzpreis 9.000–12.000 €
Klaus Uredat Sitzelemente „Corbi“, 1969, COR, Schätzpreis 9.000–12.000 € – Mit freundlicher Genehmigung von: quittenbaum / QUITTENBAUM Kunstauktionen GmbH

Neben drei modularen Sitzelementen aus der Serie „Corbi“ des Herstellers COR (Schätzpreis 9.000–12.000 Euro) findet sich hier die seltene Tischleuchte „Star Trek“ von Jeannot Cerutti (Kat. Nr. 217). Ein besonderes Highlight bildet die kugelförmige Stereoanlage „Vision 2000“, entworfen 1970 von Thilo Oerke. Mit ihrer transparenten Haube und dem verchromten Gestell wurde sie zu einem Inbegriff des Space-Age-Designs und ist mit 3.000 bis 4.000 Euro taxiert.

Thilo Oerke Stereoanlage „Vision 2000“, 1970, Schätzpreis 3.000–4.000 €
Thilo Oerke Stereoanlage „Vision 2000“, 1970, Schätzpreis 3.000–4.000 € – Mit freundlicher Genehmigung von: quittenbaum / QUITTENBAUM Kunstauktionen GmbH

Weitere Sammlerstücke unterstreichen die Vielfalt der Offerte, darunter der Konsol- und Beistelltisch „Rising Sun“ der italienischen Designerin Gabriela Crespi sowie ein Armlehnsessel „37/400“ von Alvar Aalto.

Die Auktion „Design“ von Quittenbaum Kunstauktionen München findet am 24. März 2026 um 15 Uhr statt. Die Vorbesichtigung ist vom 19. bis 23. März in den Räumen des Auktionshauses in der Theresienstraße 60 in München möglich. Besucher sind eingeladen, diese außergewöhnlichen Zeugnisse des internationalen Designs des 20. Jahrhunderts aus nächster Nähe zu entdecken.

Den Auftakt bildet die Sammlung Dr. Bernhard Serr (Kat. Nr. 1–62) mit rund 60 Positionen. Über Jahrzehnte hinweg aufgebaut, ist diese Kollektion das Ergebnis eines interdisziplinären Interesses an Technik, Musik und Kunst. Seit dem Beginn ihrer Entstehung Ende der 1970er Jahre wurde sie durch Reisen zu Museen und architektonisch bedeutenden Orten in Europa und den USA kontinuierlich erweitert. Der Schwerpunkt liegt auf Entwürfen zwischen den 1960er und 1990er Jahren und umfasst zentrale Positionen der Nachkriegsmoderne, des Radical Design sowie der Memphis-Bewegung.

Weitere Informationen zur Auktion: Quittenbaum Kunstauktionen München, Design Auktion 24. März 2026.

Tags: Designauktion, Gerrit Rietveld, Piero Fornasetti, Space Age Design, Ettore Sottsass, Kinder, Sammlung Serr, Design des 20. Jahrhunderts, Design

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