Zu sehen sind Fotografien, in denen Autos nicht bloß als Statussymbole erscheinen, sondern als Teil einer visuellen Dramaturgie, die Helmut Newton seit den 1970er Jahren prägte. Sportwagen, Limousinen und klassische Automobile werden dabei zu Schauplätzen für Begegnungen zwischen Macht, Erotik und Stilbewusstsein. Die Ausstellung versammelt Arbeiten aus internationalen Magazinen und Editorials ebenso wie bekannte Porträts von Schauspielern, Models und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
Helmut Newton – At the French-Belgian Border, French Vogue, 1962: Ein Model mit kurzer Haarfrisur, Lederjacke und knielangem Rock steht selbstbewusst vor einem Mercedes-Benz 190c an der französisch-belgischen Grenze. Die Motorhaube des Fahrzeugs ist geöffnet, während sich links ein Polizist in den Innenraum beugt – als wäre er auf der Suche nach verborgenen Gegenständen. Im rechten Vordergrund steht ein Motorrad mit dem Kennzeichen B641 CE59, dahinter regelt ein weiterer Polizist den Verkehr. Die Fotografie verbindet Mode, Spannung und cineastische Inszenierung zu einer typischen Bildkomposition Helmut Newtons.